«Zypriotische Esel brauchen Hilfe»

Kastrationsaktion
Eselkastrationsprojekt
Im Auftrag von NetAP zur Unterstützung Des Eselkastrationsprojekts des Cyprus Wildlife Research Institute:https://v.cwri.net/projects/55
Nach dem viele Bauern in den 70ern die Feldarbeiten und Transporte von Eseln zu Landmaschinen ersetzten und während und nach dem Krieg 1974 viele Esel auf dem nördlichen Teil der Insel ausgesetzt wurden, vermehrte sich die Population der Zypern-Esel auf den saftigen Grünflächen über die Jahre. Leider zerstören die Esel Ackerland und werden oft in Autounfälle verwickelt. Man errichtete vor einigen Jahren eine Sperrzone, um die Esel möglichst auf dem nördlichen Teil in Karpaz zu behalten. Daraus wurde eine Touristenattraktion, da Esel sehr neugierig sind und schnell merkten, dass die Touristen hier hochfahren um sie zu Füttern, stehen sie auf der Strasse Spalier vor den Autos um die eine oder andere Karotte zu Ergattern.
Leider gab es Zwischenfälle mit Touristen und Autounfälle, so dass der Staat letztes Jahr einige Esel erschiessen liess. Dies führte zu Protesten in der Bevölkerung und ist ethisch nicht vertretbar, zumal es sich auch um ein von Menschenhand gemachtes Problem handelt.
Das Projekt hat die Aufgabe, die Eselpopulation mittels einfangen, Markieren und Kastrieren der Eselhengste über die Zeit zu Dezimieren.
Wir sind erstmals vor Ort um Unterstützung zu bieten. Aktuell können wir vor allem Gespräche führen und planen. Die Beteiligten kämpfen vor allem um Geld und bessere Fallen (Elektroniksystem, ermöglicht Tiere per Handy wieder freizulassen z.B. bei Panik), welche nun teilweise erfolgreich waren. Ausserdem können künftig wilde Esel über einen Unterstand mit Betäubung beschossen, damit kann die Annäherung, welche mit Panik verbunden ist verringert werden. In Absprache mit verschiedenen Fachleuten unter der Leitung von Julie Schwechler konnte ein neues Anästhesieprotokoll ausgearbeitet werden, welches aktuell ausprobiert wird. Erschwerend bleibt, dass viele Bewohner sich gegen das Projekt wehren und versuchen es zu sabotieren, obwohl sie eine Lösung des Problems wollen. Wir sind aber guter Dinge, dass schrittweise die Gesamtpopulation eingefangen und kastriert werden kann.


